F & A

Interview mit BEC Gründerin Christina Warren

F: BEC bietet Kommunikation „am Puls der Zeit“. Was bedeutet das? 


A: Man hat mir mal gesagt, dass ich Projekte erfolgreich umsetze, indem ich Ideen und Menschen in Lichtgeschwindigkeit miteinander verbinde. Das ist zwar eine schöne Metapher, aber Kommunikation ist ein organischer Prozess. Wir richten daher alle unsere Angebote – Unterricht, Textservices, Projektunterstützung – nach den Bedürfnissen und Zeitplänen unserer Kundinnen und Kunden. Diese „Lebensgeschwindigkeit“, dieser ganz individuelle Puls der Zeit, passt perfekt zu BEC. Wir legen sehr grossen Wert darauf, dass sich unser Angebot nach dem richtet, was unsere Klientel wirklich braucht, und dass wir dies zeitnah liefern können.

BEC hat 2002 als Sprachschule angefangen. Warum haben Sie sich selbständig gemacht?

Ich habe für verschiedene Sprachschulen gearbeitet. Dabei wurde schnell klar, dass ich durch den direkten Kontakt zu den Schülerinnen und Schülern ihre Bedürfnisse viel besser verstand als die Schulen selbst. Mein Ziel war daher von Anfang an, gemeinsam mit den Lernenden Kurse zu gestalten, die auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind. Ich erfahre gerne mehr über das berufliche Umfeld meiner Schüler. So kann ich ihnen helfen, die Art von Sprache zu erlernen, die sie in ihrem Beruf weiterbringen wird – und das häufig von der ersten Stunde an.

War die Entscheidung, auch die Bereiche Textservices und Übersetzung zu erschliessen, eine natürliche Erweiterung Ihrer Lehr- und Trainingsaktivitäten?

Ganz genau. Mein Unterricht ist schon immer sehr rechercheintensiv gewesen. Ich habe viel Zeit damit verbracht, nach passenden Quellen – Artikeln, Pressemitteilungen, Kommentaren – zu suchen, um mich besser in die Lage meiner Schülerinnen und Schüler zu versetzen. So habe ich nicht nur das Interesse, sondern auch ein Gespür für die schriftliche Kommunikation in unterschiedlichen Branchen entwickelt. Englisch ist meine Muttersprache, aber ich spreche auch fliessend Deutsch. Ich habe zunehmend gemerkt, dass ich meiner Klientel und ihren Unternehmen auch bei der Redaktion ihrer Schriftstücke helfen kann, sowohl mit Übersetzungen als auch bei der Textentwicklung. Bei BEC arbeiten wir immer mit Lektoren oder anderen Sprachprofis zusammen, um sicherzustellen, dass ein Text die bestmögliche Qualität erhält.

Sie legen besonderen Wert auf die Unterstützung von Projekten und Kunden durch die Vermittlung von Kontakten zu Menschen, Ideen oder Ressourcen. Das klingt fast nach beruflicher Partnerbörse – einer Art „Corporate Matchmaking“.

Das ist vermutlich ein gutes Wort dafür. Kennen Sie diese Kontaktanzeigen, die man oft ganz hinten in der Zeitung findet? Die habe
ich manchmal im Zug gelesen und dann unwillkürlich angefangen, in meinem Kopf die „Er sucht sie“ Anzeigen mit den „Sie sucht ihn“ Kontakten zu verknüpfen. Ich liebe es, in meinem Unterricht Teams zu bilden. Immer wieder suchen Menschen beruflich nach einem bestimmten – häufig ungewöhnlichen – Typ von Dienstleister oder Projektpartner, und ich konnte schon häufig Verbindungen herstellen, die für alle Beteiligten von Vorteil waren. Jedes Mal, wenn ich ein Assessment mache, das meine Stärken aufzeigen soll, steht „Vermittlerin“ ganz oben auf der Ergebnisliste. Ich freue mich, mit dieser Fähigkeit die sozialen Kompetenzen von BEC zu ergänzen. Auch wenn ein solcher Service wenig greifbar und nur schwer zu beschreiben ist, ist er doch wichtig und äusserst nützlich.

Die Welt des Sprachunterrichts hat sich seit Gründung von BEC drastisch verändert. Wie hat Sie diese Entwicklung beeinflusst?

Wir waren gezwungen, uns anzupassen. Es gibt bedeutend weniger Nachfrage nach regelmässigen innerbetrieblichen Kursen als es früher der Fall war. Aber dafür ist die Nachfrage nach sehr spezifischen Dienstleistungen gestiegen. Ich habe Intensivkurse organisiert, mit denen sich Unternehmen auf ein Qualitätsaudit vorbereitet haben. Oder ich habe Kundinnen und Kunden dabei geholfen, sich auf bestimmte Meetings oder Präsentationen vorzubereiten. Diese Aufträge sind mitunter nur von kurzer Dauer, aber dafür umso intensiver und befriedigender. Denn es gibt da immer diesen Punkt, an dem die Klientinnen und Klienten merken, dass sie soeben etwas gelernt haben, das ihnen in einem kritischen Bereich ihres Berufslebens helfen wird. Und für genau diese Augenblicke lebe ich. Ich betrachte das als grosses Privileg.